DIE GRÜNEN IM KREIS HEILBRONN
TTIP - Chance oder Risiko?

Um das Thema TTIP kursiert viel Halbwissen, viele Menschen haben Fragen zu dem Freihandelsabkommen, seinem vermeintlichen Nutzen und möglichen Auswirkungen. Deshalb hat er Kreisverband Harald Ebner (MdB) eingeladen. Er ist Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik und kommt mit einem Vortrag am Montag, 22. Juni, 20 Uhr, ins Böckinger Bürgerhaus. Vorab wollen wir Fragen sammeln und gebündelt weitergeben, auf die Harald Ebner eingehen kann: Bitte einsenden ans Kreibüro unter mail@gruene-heilbronn.de![mehr]

Neuer Vorstand im KV Heilbronn

Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen für die nächsten zwei Jahre ist gewählt. Bei der Mitgliederversammlung im Bürgerhaus Böckingen verabschiedete sich Annerose Wolf (Brackenheim) aus persönlichen Gründen nach sechs Jahren aus ihrem Vorstandsamt. Patrick Wagner (Heilbronn) kam neu zum Gremium hinzu. Wieder gewählt wurden mit  Anneliese Fleischmann-Stroh (Heilbronn) und Alfred Pehrs (Cleebronn) zwei alte Hasen, die  Kreisverband in die kommenden Landtagswahlen begleiten wollen. Pehrs, der schon etliche Wahlkämpfe gemeistert hat, stellt sich noch einmal als „Mädchen für alles“ zur Verfügung. Auch der Nachwuchs bleibt dem Vorstandsteam treu. ...[mehr]

Grün ist bereit für die Landtagswahl 2016

In weniger als einem Jahr ist Landtagswahl in Baden-Württemberg. Die ersten KandidatInnen von Bündnis 90/Die Grünen sind ernannt.

Für den Wahlkreis Eppingen tritt der Brackenheimer Diplom-Agraringenieur Jürgen Winkler an. Seine reiche Gremienerfahrung, unter anderem seit sechs Jahren im Kreisrat, in dem er der Fraktion vorsitzt, sowie sein langjähriges Engagement als Grüner und als Unternehmer bringt der bekannte Biolandwirt ein. Seine Ersatzkandidatin Sonja Hocher sitzt für die GAL im Bad Rappenauer Gemeinderat. Als "politischer Neuling" hat sie Lust, Jürgen Winkler im Wahlkampf zu unterstützen und setzt auf die Kraft der Basis.

Ein alter Hase geht mit Armin Waldbüßer im Wahlkreis Neckarsulm in Rennen: Der Obersulmer ist aus der Grünen Szene im Landkreis Helbronn nicht wegzudenken. Für den Landtag hat der Gemeinde-, Kreisrat und Ortsvorsteher schon 2001 kandidiert. Jetzt will er Stimmen für Winfried Kretschmanns zweite Amtszeit holen.

Sein junger Zweitkandidat, Benjamin Friedle, ein ausgewiesener Windkraftexperte, hat zur Enegiewende, aber auch zu anderen Themen etwas zu sagen. Gern zieht er mit seinem Gemeinderatskollegen in den Landtagswahlkampf und bat bei seiner Nominierung die Kreisgrünen um taträftige Unterstützung.

Im Wahlkreis Heilbronn will es Susanne Bay noch einmal wissen: Einstimmig wurde die aktive Heilbronner Kommunalpolitikerin als Frontfrau für den Landtagswahlkampf gewählt. "Engagiert, fair und mutig" wird sie sich für Grüne Ziele einsetzen und an ihren erfolgreichen Landtagswahlkampf 2011 anknüpfen. Ihre Stellvertreterin ist die Leingartenerin Gudula Achterberg. Politische Erfahrung bringt sie aus der Kommune mit, verfehlte 2014 nur kapp die Wiederwahl in den Gemeinderat. Das Frauenduo wird in Heilbronn dafür kämpfen, dass Grün in der Landesregierung bleibt.

Nach Kinofilm und Diskussion: Solidarität neu denken

MdB Dr. Gerhard Schick (2.v.l.) und Silke Ortwein (l.) mit Annerose Wolf und Björn Münchberg vom Grünen Kreisverband diskutierten im Arthaus-Kino.

Mit einer Filmvorführung und anschließender Diskussion hat der Grüne Kreisverband ein ganz neues Veranstaltungsformat erprobt: Mit mehr als 40 zum Teil diskutierfreudigen ZuschauerInnen erfolgreich, denn der erste laue Biergartenabend bot Alternativen zum Arthaus Kino. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen, nahm eine bedrückend erzählte Geschichte zum Anlass, über Solidarität und Entsolidarisierung in der Arbeitswelt und darüber hinaus zu sprechen: Im belgischen Kinofilm der Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne „Zwei Tage und eine Nacht“ geht es für Sandra um ihren Job: Nur, wenn die Mehrheit ihrer KollegInnen auf eine Prämie verzichtet, kann sie ihn behalten. Im Gespräch mit DGB-Frau Silke Ortwein und den ZuschauerInnen trugen die Teilnehmenden weit über den Filminhalt ihre Ansichten und Fragen zusammen: Was macht eigentlich der Entzug von Arbeit mit einem Menschen? Welche gesellschaftlichen Veränderungen bewirken moderne industrielle Fertigungsprozesse und Arbeitsbedingungen? Haben wir vor lauter "Geiz ist geil"  Solidarität verlernt? Gerhard Schick richtete den Blick über Deutschland hinaus auf Europa, das unter einer eigentlich kranken Wirtschaft leidet, und auf das notwendige Umdenken: "Unternehmensziele dürfen nicht nur am finanziellen Gewinn ausgerichtet sein", findet er. Auch das Wohl der MitarbeiterInnen und der Nutzen der Arbeit für die Gesellschaft müssen Schicks Ansicht nach als Werte neu justiert werden. (ghn)