Grüne Rezepte für bezahlbares Wohnen - Bericht zur Veranstaltung mit Susanne Bay und Chris Kühn am 21. Mai 2019 im ARKUS Heilbronn

Gleich, aus welcher Perspektive Politiker*innen auf das Thema Wohnen schauen – einig sind sie sich darüber, dass Wohnen zu den zentralen sozialen Fragen unserer Zeit gehört. Aus bundes-, landes- und kommunalpolitische Sicht informierten und diskutierten am Dienstag die bau- und wohnungspolitischen Sprecher der Grünen unter dem Titel „Alle müssen wohnen – aber wie, wo und für wieviel Geld?“. Chris Kühn, MdB, und Susanne Bay, MdL und Stadträtin in Heilbronn, erklärten, wo der Staat aus ihrer Sicht eingreifen muss und ein sehr interessiertes, sachkundiges Publikum diskutierte mit und erfuhr: Einen Mietpreisdeckel lehnen die Grünen zugunsten einer dynamischen Mietpreisgrenze ab, so Kühn. Die Gründe für die Verknappung in Deutschland und Immobilienspekulationen wurden thematisiert, die Enteignungsforderungen in Berlin als Spezialität des dortigen Mietwohnungsmarkts identifiziert und die Steigerung der Baupreise als Fachkräfte-Problem mit der Forderung nach einem Einwanderungsgesetz in Zusammenhang gebracht. Susanne Bay stellte die neue Wohnbauoffensive des Landes vor und erklärte den Sinn langer Mietbindungsfristen. Dass jede*r -  nicht nur Baugesellschaften oder Genossenschaften - Wohnbauförderung beantragen kann, war vielen neu. Bay machte Mut, neue, kleinere, barrierefreie Wohnbaumodelle zu denken oder Pläne zur Überbauung bereits versiegelter Flächen umzusetzen: „Auch im Bestand liegen viele Chancen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“.