DIE GRÜNEN IM KREIS HEILBRONN

Bericht von der Podiumsdiskussion des Friedensrat Heilbronn: "Dialog oder Konfrontation - Bürger in Sorge um den Frieden"

Gottfried Klenk, Mitglied des OV Leingarten, war als Zuhörer bei der Podiumsdiskussion des Friedensrat Heilbronn am 8. Mai 2018 im DGB-Haus in Heilbronn dabei und berichtet:

"Repräsentanten von fünf im Bundestag vertretenen Parteien (CDU, FDP, SPD, GRÜNE, Linke) stellten sich bei einer Podiumsdiskussion im DGB-Haus in Heilbronn vor zahlreichen Zuhörern dieser Frage.  Für die GRÜNEN hatte sich Thomas Fick, der Bundestagskandidat 2017 für den Wahlkreis Heilbronn aus Leingarten bestens vorbereitet.

Vorstandsmitglied Thomas Fick in der Diskussion beim Friedensrat Heilbronn

Bereits bei den einleitenden, sehr konkreten Fragen von Moderator Alfred Huber (Friedensrat HN) zeigten die Podiumsteilnehmer ihre unterschiedliche Sicht der Thematik: „Brauchen wir noch mehr Rüstung und noch effektivere Waffen oder müssen wir zum, von der Bevölkerung mehrheitlich gewünschten,  Dialog mit Russland zurückfinden?“ Fick erinnerte daran, dass in sehr vielen Ländern Machthaber auf das Militär setzen würden. So rangiere z.B. das autoritäre Königreich Saudi-Arabien weltweit an dritter Stelle bei den Rüstungsausgaben, müsste aber eigentlich in der UNO die Aufgabe übernehmen, die zu Konfliktlösungen per Dialog helfen sollte.  Auf der anderen Seite pochte vor allem der Bundestagsabgeordnete der CDU, Alexander Throm, vehement darauf, dass die Krim-Annexion durch Russland Auslöser für die zunehmende Tendenz zwischen West und Ost gewesen sei, mittels Sanktionen, Manövern an der NATO-Ostgrenze und noch höheren Ausgaben für Rüstung den vermeintlichen Gegner zu beeindrucken!

Auch bei der Frage: „Wie stehen Sie zur Trump-Forderung an Deutschland, seine Militärausgaben um viele Milliarden zu erhöhen (2 Prozent - Ziel)?“ gab es kontroverse Sichtweisen. Während Throm auch hier die Notwendigkeit von „Wehrhaftigkeit“ betonte, agierte sein Koalitionskollege Josip Juratovic von der SPD diplomatisch: „Die 2 Prozent sind keine Pflicht, sondern nur Richtung…“ Lediglich Fick und Konrad Wanner (LINKE) erteilten den zusätzlichen Rüstungs – Milliarden eine klare Absage.

Eine fast historische Wendung der spannenden Diskussionen brachte die hochaktuelle Meldung: „Trump hat soeben das Iran-Abkommen aufgekündigt!“ Moderator Huber griff diese Nachricht sofort auf fragte die Teilnehmer nach ihrer Stellungnahme: Alle Vertreter ihrer Parteien positionierten sich eindeutig und gemeinsam für eine Fortsetzung des Dialogs mit dem Iran  -  auch ohne  die USA! Eine Einigkeit, die hoffen lässt!"