DIE GRÜNEN IM KREIS HEILBRONN

Bericht von der Veranstaltung des OV Zabergäu am 23. Oktober 2018 - "Stadtwerke fürs Zabergäu – Interkommunale Zusammenarbeit"

Am Dienstag, 23. Oktober 2018, fand auf Einladung des OV Bündnis 90/Die Grünen Zabergäu und der Bürger-Union Güglingen ein Vortrags- und Diskussionsabend statt zum Thema „Stadtwerke fürs Zabergäu  - Interkommunale Zusammenarbeit: Garant der Daseinsvorsorge in Stadt und Land“. Neben Vertretern verschiedener Gemeinden erschienen auch zahlreiche interessierte Bürger aus dem Zabergäu in der Herzogskelter in Güglingen. Ein Bericht von Wolfram Heller:

"Der Referent, Dr. Tobias Bringmann, Geschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen – Landesgruppe Baden-Württemberg führte zunächst aus, dass die insgesamt 1001 Gemeinden in Baden-Württemberg über ihre kommunalen Unternehmen zur Aufrechterhaltung eines sozial und kulturell adäquaten Lebens jedes Jahr rund € 1,2 Mrd. investieren. Wichtigste Bereiche sind die Strom-, Wasser- und Gasversorgung, die Abwasser- und Müllentsorgung sowie die Versorgung mit Breitband, Freibädern und ÖPV (d.h. dem Öffentlichen Personen Verkehr). Nach Aussagen des Referenten stehen die Gemeinden aktuell vor großen Herausforderungen, die in hohem Maße von  der Digitalisierung, dem demographischen Wandel, den Veränderungen in der Mobilität, den geänderten Kreditrichtlinien (BASEL III) und dem Klimawandel verursacht werden.  Rund 46% aller Gemeinden in Baden-Württemberg haben weniger als 10.000 Einwohner. Um die anstehenden Herausforderungen wirklich nachhaltig anzugehen, wird eindringlich eine über kommunale Grenzen hinausgehende Zusammenarbeit empfohlen. Zitat: „Interkommunale Zusammenarbeit ist ein Erfolgsmodell!“ Zahlreiche Beispiele aus der Praxis sollten dies verdeutlichen. Als Faustformel wurde jedoch die These in den Raum gestellt, dass bei Gründung von interkommunalen Körperschaften und Zweckverbänden die Gemeinden die Hoheit über die Aufgaben behalten müssen.

Im der anschließenden Fragerunde entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die gezielt auf aktuelle Probleme im Zabergäu einging und in die Einsicht mündete, dass wichtige Fragestellungen im Zabergäu unbedingt von interkommunalen Gremien aufgegriffen und erörtert werden müssen."