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Energiewende – quo vadis? Eine Veranstaltung der LGU Schwaigern mit Gastreferenten Benjamin Friedle

Dass das Thema Energiewende uns Menschen wichtig ist und beschäftigt, zeigte das große Interesse an der Veranstaltung der LGU Schwaigern am Donnerstag, 26. Juli 2018. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen waren über 20 Zuhörer*innen gekommen, um Benjamin Friedle, Geschäftsführer des Bürgerwindparks Hohenlohe und  Gemeinderat in Obersulm , in seinen Ausführungen zur Energiewende zu folgen.

Benjamin Friedle, Geschäftsführer des Bürgerwindparks Hohenlohe nimmt kritisch Stellung zur Energiepolitik (Foto: Gudula Achterberg)

Eine ernüchternde Bilanz zeigte Benjamin Friedle auf, die er anhand von Recherchen, Zahlen und Diagrammen sehr deutlich aufzeigte: von den vorgegebenen zu erreichenden Klimaschutzzielen zur Begrenzung der globalen Erderwärmung um 2 Prozent sei die Bundesrepublik Deutschland so weit entfernt, dass sie kaum mehr bis 2030 realisierbar seien. Es bräuchte dringend eine ganz klare politische Wende in der Energiepolitik, um nicht als Schlusslicht im internationalen Vergleich zu enden.

Der Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung sehe vor, den Anteil an Erneuerbaren Energien beim Stromverbrauch bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen, doch werden die entsprechenden  Maßnahmen, die zur Umsetzung notwendig wären, nicht vorangetrieben und unterstützt.

Immer noch sei Deutschland mit dem höchsten Anteil von Energieerzeugung durch Braunkohle im weltweiten Vergleich Weltmeister, obwohl Braunkohle einen niedrigeren Energieertrag als Hausmüll-(Verbrennung) ausweise.

Dagegen brächen zukunftsorientierte Branchen wie Unternehmen aus der Wind- und Solarenergie ein, weil die halbherzige Energiepolitik den Ausbau nicht entsprechend fördere.

Dass hier ein Umdenken dringend erforderlich sei, machte Benjamin Friedle in seinem Impulsvortrag ganz deutlich: Trotz konstruktiver Lösungsvorschläge und Kompromissbereitschaft seitens der Initiatoren von erneuerbaren Energien gewinne man den Eindruck,  gegen immer mehr Widerstände zu laufen, anstatt von den politischen Entscheidungsträgern Unterstützung zu erfahren.