Franziska Brantner zu Besuch im Kreis Heilbronn

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner war zu Gast im Landkreis Heilbronn. Sie besuchte das Clearinghaus der Diakonischen Jugendhilfe in Eppingen, traf Vorstandsmitglieder der Europa-Union Heilbronn und diskutierte an der Kreismitgliederversammlung über das Thema "Bricht Europa auseinander?" "Ja zu Europa - Mut zur Veränderung!"

Die erste Station beim Besuch der kinder- und familienpolitischen Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen am 5. April 2017 im Kreis Heilbronn war der sanierte Bahnhof Eppingen, in dem die Diakonische Jugendhilfe (DJHN) neben einem Café einen Weltladen betreibt und ihre Büroräume hat. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Siegfried Gruhler und dem Leiter für unbegeleitete minderjährige Asylsuchende, Michael Danner, zeigte sich Franziska Brantner vom Konzept der DJHN beeindruckt. Frühzeitig habe man erkannt, dass man individuelle Perspektiven erstellen müsse, um die Erwartungshaltungen entsprechend anpassen zu  können. Im Cleraringhaus der DJHN in Eppingen findet daher ganz klassische Jugendarbeit für die minderjährigen Flüchtlinge statt, die nach der Erstaufnahme hier leben.

Aber auch über die Reform des achten Buchs des Sozialgesetzbuches wurde angeregt diskutiert und Franziska Brantner konnte der Aussage von Gruhler zustimmen, als er betonte, dass der reale und nicht der politische Bedarf zählen müsse.

Im Anschluss traf sich die ehemalige EU-Abgeordnete mit Vertretern des hiesigen Vorstands der Europa-Union (EU HN) im Mehrgenerationenhaus in Heilbronn. Heinrich Kümmerle (EU HN) hatte sich intensiv mit der Grünen Erklärung zur Zukunft der EU auseinandergesetzt, stellte kritische Fragen und begrüßte den Ansatz der europäischen Grünen, das EU-Parlament zu stärken.

Zum Diskussionsforum "Bricht Europa auseinander?" hatte der Kreisverband Franziska Branter eingeladen. Engagiert vertrat sie die Haltung, die sich im Untertitel der Veranstaltung ausdrückte: "Ja zu Europa - Mut zur Veränderung!". Sie sei überzeugt, dass die globalen Probleme nur gemeinsam und nicht auf nationaler Ebene zu lösen seien. Sie erwarte aber auch, dass Deutschland sich selbst, nicht zur in finanzieller Hinsicht, mehr in die Pflicht nehme. Es könne nicht sein, dass andere Länder Vorgaben zu erfüllen haben, die Deutschland selbst noch nie geschafft habe und auch derzeit nicht erreiche. Außerdem wünscht sich die Abgeordnete mehr Transparenz im Bundestag. "Alle Ausschüsse im EU-Parlament tagen online und ich kann noch Jahre später recherchieren, welche Position ich zu einem Thema vertreten habe. Im Bundestag ist nur der Sportausschuss öffentlich!"

Zum Schluss äußerte sie ihre ganz persönliche Vision von Europa. Sie wünsche sich eine Grundrechte-Charta, die für alle Menschen gelten müsse und die von jedem einklagbar sei. Wenn Länder sich auf Dauer nicht an diese Grundrechte-Charta hielten, könnten sie ausgeschlossen werden.

Franziska Brantner zusammen mit Mitgliedern der Europa-Union Heilbronn (v.l.n.r.) Karl-Heinz Kimmerle, Heinrich Kümmerle sen., Franziska Brantner, Heinrich Kümmerle, Bettina Kümmerle Foto: Gudula Achterberg