Peter Ande kandidiert im Wahlkreis 267 Heilbronn für den Bundestag

Warum ich mich bewerbe.

Vielleicht muss ich aber erst einmal, liebe Freundinnen und Freunde, beschreiben, warum ich überhaupt in unsere Partei eingetreten bin. Lange war es für mich überhaupt nicht vorstellbar, ein Parteimitglied zu werden. Mir das Denken von einer Parteidoktrin (Eigenzitat) vorschreiben zu lassen. Wohl sympathisiere ich seit Gründung der Partei mit ihr und ihren Zielen (na ja, die ersten Jahre waren gelinde gesagt ein wenig chaotisch) und ich habe sie immer gewählt (bis auf einmal: so ein kleiner Ausrutscher zur Partei Die Partei, wer hat dies nicht?) Aber eintreten?

 

Ehrenamtlich engagiert habe ich mich in so manchen Bereichen. Aus der evangelischen Jugendarbeit kommend, leitete ich viele Jahre lang das Evangelische Jugendwerk als Vorsitzender des Bezirksarbeitskreises. Während drei Wahlperioden war ich Kirchengemeinderat in Talheim und für zwei Wahlperioden Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken und des Bildungsausschusses.

 

Zur Handwerkskammer kam ich durch die Jugendwerkstätten, denn ich bin gelernter Schreiner, Schreinermeister gar, und als solcher begann ich 1987 mich hauptberuflich in der Jugendberufshilfe und in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu engagieren. Und so, wie die Jugendberufshilfe über die Jahre immer wichtiger, aber auch professioneller geworden ist, bin auch ich mitgewachsen. Heute bin ich stellvertretender Leiter des Bildungsparks der Aufbaugilde Firmenfamilie.

 

Jugendberufshilfe, Arbeitslosenhilfe, Kinderarmut, Hartz-IV-Gesetze, die Schere zwischen Arm und Reich, die soziale Kälte, dies waren und sind die Auslöser meines politischen Engagements. Die kommenden Jahre entscheiden nicht nur darüber, wie weit wir die ökologische Katastrophe aufhalten können, sondern auch darüber, ob wir den entfesselten Neo-Liberalismus wieder einhegen können und zurückkommen zu einer sozialen Marktwirtschaft, einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft. Das ist eines der Themen, für die ich mich einsetzen will und die mir ein Herzensanliegen sind. Robert Habeck hat bei der Vorstellung des neuen Grundsatzprogrammes der Bündnis-Grünen ungefähr Folgendes gesagt: Ökologisch können wir, jetzt müssen wir sozial. Und genau da will ich mittun!

 

Unsere Partei ist jung und weiblich. Nun ja, fast. Ich bin Großvater. Zweifach (noch). Ich bin so alt (62), dass ich es noch erlebt habe, an der Grenze (!) zu Frankreich oder Italien den Pass zeigen zu müssen und kontrolliert zu werden. Mich schmerzt es, wenn ich sehe, höre, lese, wie die Feinde Europas, das, was sie Flüchtlingskrise nennen, dahingehend instrumentalisiert haben, um daraus eine europäische Krise zu machen. Europa muss zusammenwachsen und darf sich nicht länger spalten lassen durch nationalistische Bestrebungen mancher Staaten und mancher Parteien. Als Wirtschaftsgemeinschaft gegründet, ist es nun allerhöchste Zeit, dass aus der EU auch eine soziale Solidargemeinschaft wird, mit einer europäischen Sozialgesetzgebung.

 

Auch wenn ich seit vielen Jahren nicht mehr als Schreiner tätig bin, so bin ich doch dem Handwerk im Herzen treu geblieben. ich komme aus einer Handwerkerfamilie und die Sorgen und Nöte der Handwerksbetriebe sind mir sehr vertraut. Aber auch deren Bewusstsein für ressourcenschonendes, ökologisches Wirtschaften. Ich weiß, es gibt unter den Handwerkern ein großes „grünes“ Bewusstsein, nur wir Grünen sind ihnen manchmal doch noch suspekt. Aber es sieht nicht nur die grüne Wählerschaft, dass die Trockenheit, der Wassermangel, das Waldsterben, der Klimawandel für uns zum großen Problem werden. Aber wir Grünen wissen, hier passiert nur was, wenn wir Grünen stark sind!

 

Ich bin in Heilbronn-Sontheim geboren, habe lange in Talheim gelebt und wohne seit 18 Jahren in Horkheim. ich bin zwar sehr mit dieser Region verwurzelt, habe aber trotzdem  viel von der Welt gesehen und kann sehr wohl sehr weit über meinen Tellerrand blicken. Aber die Vertretung unserer Region in Berlin als wirtschaftlichen Standort, Wissens-und Bildungsstandort, Weinbauregion, Automobilregion (mit Umbau-u und Innovationspotential!), Maschinenbauregion…. soll eine meiner zentralen Aufgaben werden. Aber auch in einer Koalition, die nicht einfach sein wird, den grünen Umbau unseres Wirtschafts- und Sozialsystems ohne faule Kompromisse voranzutreiben, ist eine der Herausforderungen, denen ich mich gern stelle.

 

2018 bin ich erst den Bündnisgrünen beigetreten. (Also bin ich doch ein junges Mitglied!) Nicht um mich für ein Bundestagsmandat zu bewerben, aber um aktiv mitzuarbeiten und zu gestalten. Den Einzug in den Heilbronner Stadtrat habe ich knapp verpasst und warte als Ersatzkandidat auf meinen Einsatz. Dafür bin ich Mitglied im Bezirksbeirat Horkheim und Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes. Manchmal braucht es einen kleinen Anstoß von Parteifreunden, die einem zutrauen, der geeignete Kandidat zu sein. So war das auch bei mir . Und ich habe lange überlegt, ob es nicht vermessen ist, mich als Neuling auf solch ein wichtiges Amt zu bewerben. Da bis dahin noch niemand aus unserer Region, unserem Wahlkreis sich beworben hat und ich mir es zutraue, aktiv an vorderster Stelle mitzuwirken, die Zukunft grüner zu gestalten, habe ich mein Hut in den Ring geworfen.

 

Wenn ihr mir dies auch zutraut, dann bitte ich um Eure Unterstützung als Euer Wahlkreiskandidat für die Bundestagswahl 2021.

 

Heilbronn, den 21. Juli 2020

 

 

 

Persönliches:

geb. 11.11.1957

Schreinermeister

verheiratet

Vier Kinder, zwei Enkel