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Wahlkampfaftakt mit Cem Özdemir in Brackenheim

Verfolgung, Flucht, Fremdsein, aber auch Hoffnung und Gastfreundschaft. Diese Themen standen bei Jürgen Winklers Wahlkampfauftakt in Brackenheim im Zentrum der Gastrede. Die hielt im voll besetzten Bürgerhaus kein Geringerer als der Grüne Bundesvorsitzende Cem Özdemir. Er lobte in der Flüchtlingsfrage  den in Baden-Württemberg eingeschlagenen Weg mit Registrierungszentren wie in Heidelberg: „Was die Regierung von Winfried Kretschmann da aufgebaut hat, ist beispielhaft für ganz Deutschland.“ Auf Dauer seien Forderungen wie die Abschottung der Grenzen und Abschreckung nicht hilfreich. Vielmehr müsse man die Fluchtursachen bekämpfen und die UNO sowie die Anrainerstaaten von Bürgerkriegsländern finanziell unterstützen, damit in den Lagern dort die Menschen ein Auskommen hätten und Kinder in die Schule gehen könnten. Er warnte auch davor, die Länder Afrikas weiter auszubeuten, denn „die Klimaflüchtlinge warten schon.“ Heftig wandte er sich Waffenlieferungen in Staaten wie Saudi-Arabien und mahnte ein gesamteuropäisches Handeln an.

Zuvor hatte sich Jürgen Winkler dem Publikum vorgestellt. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Heilbronner Kreistag kandidiert zum ersten Mal für den Landtag. Als Bio-Landwirt sei er sozusagen der beste Beweis dafür, dass man „mit Grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben kann.“ Das gelte auch im Energiebereich, wo immer häufiger ökologisches Handeln mit ökonomischem Erfolg einhergehe. Besonders hob Winkler die Beteiligung vieler Bürger-Energiegenossenschaften hervor.

„Klimaschutz ist aber nicht nur im Energiebereich nötig“, so Winklers Überzeugung. Deshalb setze er sich auch für eine intelligente und nachhaltige, klimafreundliche Mobilität ein, zu der in unserer Region eine konsequente Fortführung der Heilbronner Stadtbahn ins Zabergäu gehöre. Damit könne nicht nur vor Ort etwas gegen das Aussterben der Dörfer getan werden, profitieren würden davon auch die Städte wie Stuttgart, die erheblich weniger Feinstaubbelastung hätten, wenn die Pendler bequem die Bahn benutzen könnten.

In der Bildungspolitik hält Winkler es für nötig, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. „Hier wie in anderen Politikbereichen zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Winfried Kretschmann weitere fünf  Jahre unser Ministerpräsident bleibt“, zog er ein Resümee, bevor es zum inoffiziellen Teil mit Öko-Säften, Öko-Weinen und kaltem Buffet ging.

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