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Mit Grün den Wandel gestalten

Zwei Frauen, die mit Elan und Sachverstand Wahlkampf machen, haben die Kreisgrünen und ihre Gäste beim Besuch von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in Heilbronn erlebt. Gastgeberin Susanne Bay stellte „ihr“ Heilbronn vor und nannte dabei die aufregenden Projekte wie BUGA 2019, Stadtentwicklung, erfolgreiche Investitionen in der Kinderbetreuung und natürlich die Entwicklung zum Bildungsstandort  - aber auch die Defizite, am Internationalen Frauentag  aus übergeordneter Sicht vor allem im Bereich der Gleichstellung bei der Bezahlung oder bei der Besetzung von Führungspositionen.

Da fiel es der Ministerin leicht, mit Zahlen zum weiterhin mit rund 20 Prozent viel zu geringen Frauenanteil bei den Professorinnen, aber auch bei den weiblichen Landtagsabgeordneten anzuschließen. „Wir müssen da immer wieder prüfen, welche Baustellen wir noch haben“, war Bauer einer Meinung mit Susanne Bay. Beim Blick zurück auf fünf Jahre Grün-Rot in Baden-Württemberg zählte sie Landes-Erfolge etwa im Bereich der Kinderbetreuung auf und bescheinigte Heilbronn, mit dem Bildungscampus und der Entwicklung zum attraktiven Standort für Studierende auf einem guten Weg zu sein. Dazu trage das Land finanziell bei mit der Zielrichtung, den Hochschulen mehr Handlungsspielraum in der strukturellen Planung zu geben – auch wenn drei Prozent Wachstum im Jahr längst nicht „das Paradies“ seien. Bauers Blick reichte in Heilbronn weit über das eigene Ressort hinaus: Unsäglich fand sie das Beharren der CDU auf der Behauptung. Die Grünen wollten das Gymnasium abschaffen, aktuell befeuert durch eine Werbekampagne der Jungen Union.

Weiterhin stehe die Landesregierung zum Gymnasium, „daran werden wir nicht rütteln“, bekräftigte sie – und forderte, dass sich alle politisch Verantwortlichen den wirklich großen Problemen zuwenden. Die Aufgaben, vor die die aktuellen Fluchtbewegungen das Land stellen, seien schwierig und forderten alle Bereiche der Gesellschaft. Gerade  Baden-Württemberg traue sie aber die Bewältigung dieser Aufgaben zu, weil sie auf die Kraft und Fähigkeiten der Menschen im Land setze.

Bildung sei für alle Herausforderungen der Gegenwart  „enorm bedeutend“: In allen Bereichen, nicht nur in Wissenschaft und Forschung, sondern auch in der Wirtschaft würden Menschen gebraucht, die „das Ganze denken und neugierig und mutig auf das Neue zugehen“.  Dabei müsse die Strategie sein, „den Wandel zu gestalten statt zu erleiden“.  Auf allen Ebenen „müssen wir uns der Globalisierung stellen, ein Zurück gibt es nicht“.  Dabei gelte es, auch die immer wieder mitzunehmen, die sich in Emotionen verrennen und Schuldige suchen, statt kreativ mit dem Gegebenen umzugehen.

Klar, dass Theresia Bauer, gerade zum dritten Mal zur Wissenschaftsministerin des Jahres gekürt, Lust darauf hat, in einer weiteren Regierungszeit  an diesen spannenden Entwicklungen zu arbeiten. „Veränderung braucht Zeit“, sagt sie, und ruft die Wähler*innen auf, den Grünen weitere fünf Jahre auf dem eingeschlagenen Weg zuzutrauen.

Ministerin Theresia Bauer (l.) war Susanne Bays Gast in Heilbronn.

Kreisgrüne und Gäste folgten interessiert der Talk mit Ministerin Therresia Bauer, Susanne Bay und Moderator Uwe Kaiser.

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